, Friedli Peter (TBOE)

Burgdorf - die Turnhauptstadt des TBOE

620 Einzel-Geräteturnerinnen und -turner sowie 23 Turnvereine aus den Berner Turnverbänden Oberaargau-Emmental (TBOE), Ober-, Mittel- und Seeland sowie Gästen aus den Turnverbänden Solothurn und Luzern, Ob- und Nidwalden, präsentierten sich am Samstag/Sonntag, 25./26. April 2026 in Burgdorf den Wertungs- und Kampfrichtern. Alle wollten eine Standortbestimmung über den eigenen Formstand auf den Weg an die Turnfeste im Juni. Der TV Oberburg und der FTV Burgdorf glänzten als Organisatoren mit viel Turnkompetenz. «Wir haben keine Mühen gescheut, den über 1200 Turnenden rund um die Schützenmatthalle optimale Wettkämpfe zu ermöglichen», so Remo Gerber, der OK-Präsident in seinem Grusswort.

14 TBOE-Meister/-innen-Vereine

Der Samstag des grossen Turntreffens im Emmental war dem Vereinsturnen, den Aktiven, vorbehalten. Die 23 startenden Turnvereine präsentierten sich in schätzbaren (Geräteturnen, Gymnastik und Aerobic) und messbaren Sparten (Leichtathletik, Fachteste). Aus den Turnvereinen heraus starteten 82 Riegen. Der TV Biglen ist breit aufgestellt. Biglen-Turner/-innen absolvierten acht Disziplinen-Starts. Die TBOE-Turnvereine Oberburg (7 Starts), Roggwil BE (7), Wiedlisbach (7), Koppigen (6), Trubschachen (6) und Kirchberg (6) sind alle ebenfalls polysportiv unterwegs. Vier Turnvereine verliessen Burgdorf freudig mit je zwei Goldmedaillen: TV Kirchberg, TV Biglen, TV Trubschachen und auch der TV Gondiswil. Insgesamt wurden 14 Goldmedaillen vergeben. Bis zu den Frühlingsmeisterschaften 2027 dürfen sich diese Vereine TBOE-Meister/-innen nennen.

 

«Die Frühlingsmeisterschaften wurden gemäss meinen Rückmeldungen, nachdem wir diese letztmals 2023 in Roggwil durchführten, vermisst. Die Vereine sind noch nicht auf dem Top-Niveau. Das erwartete auch niemand. Burgdorf ist ein erster Gradmesser auf den Weg an die Turnfeste in zwei Monaten. Die Leitenden können jetzt hinter den Feinschliff gehen. Auf der Schützenmatt herrschte, das Wetter half mit, ganz viel Turnfest-Charakter. Die Sparten-Chefs und ich sind zufrieden. Die hohen Noten werden noch kommen. Der heutige Zeitplan war eine Herausforderung. Es liegt nun an den Vereinen, ihre Auftritte gut zu analysieren und die Trainings entsprechend zu gestalten», meinte Pamela Probst (TV Oberburg, TV Koppigen), die zufriedene Gesamtwettkampfleiterin.

 

Zwölf Medaillensätze, 2542 Turnübungen

Am Sonntag, in aller Frühe, ging das Burgdorfer TBOE-Turnwochenende weiter. Das Durchschnittsalter gegenüber dem Samstag sank. Für die 620 TBOE-Nachwuchs-Geräteturner/-innen, 558 Turnerinnen und 62 Turner, aus den K1- bis K4-Klassen, standen in der Schützenmatthalle 18 Wettkampfanlagen bereit. Sprung, Boden-, Schaukelring-, Barren- und Reckturnen waren angesagt. Bei den Buben und Mädchen, wie auch den Wertungsrichter/-innen war viel Vorfreude auf den ersten 2026-Wettkampf zu spüren. Die Jugibuben absolvieren fünf, die -Mädchen vier Geräte. Den ganzen Sonntag wurde durchgehend geturnt, was sie blauen Turnmatten hergaben. Aus den insgesamt 2542 Übungen entstanden am Abend die K1- bis K4-Ranglisten mit acht Medaillensätzen. Meister/-innen-Gold gingen an das Gym Center Emme (3), die Turnvereine Kirchberg (2), Signau (1), Oberburg (1) und Melchnau (1). Zwölf Turnvereine stellten den Geräteturnnachwuchs auf dem Kategorien-Podesten. Diese Tatsache weist auf die gute Arbeit hin, die ganz viele Getu-Leitende im TBOE-Verbandsgebiet leisten. «Das OK vom TV Oberburg und dem FTV Burgdorf baute uns in der Halle einen grosszügigen Turnplatz auf. Ein fairer Wettkampf war gewährleistet. Die Zeitpläne sind immer eng, das kenne wir. Wir haben es aber geschafft. Das TBOE-Team Geräteturnen ist mit den EGT-Jugendmeisterschaften 2026 zufrieden», so Ursula Bösiger (TBOE-Team Getu, FTV Burgdorf) nach Wettkampf-Ende.